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ragnheidur_vefur_veggspjaldIm Jahre 1660 trug sich am südisländischen Bischofssitz Skalholt eine denkwürdige und tragische Geschichte zu. Die Tochter des amtierenden Bischofs, Ragnheiður, verliebt sich in ihren Hauslehrer, Daði. Ihre heimliche Liebe blüht ein Jahr im Verborgenen, bis Bischof Brynjólfur entscheidet, dass Ragnheiður einen anderen zu heiraten hat. Der Hauslehrer wird vom Hof vertrieben. Vor einem Gericht muss Ragnheiður schwören, dass sie frei von Sünde und so rein wie am Tag ihrer Geburt ist. Neun Monate später bringt sie ein Kind zur Welt. Sie stirbt, bevor Daði aus dem Exil zurückkehren kann. Bis heute weiss niemand, ob sie einen falschen Eid geschworen hat.

Die Geschichte um Ragnheiður mit ihren diversen Eltern-Kind-Beziehungen trägt zutiefst isländischen Charakter. Die Musik aus der Komposition von Gunnar Þórðarsson ist episch-berührend, das Libretto aus der Feder von Friðrík Erlingsson ein Reigen aus tiefgründigen Texten.
Die Oper war im August 2013 in der Kathedrale zu Skalholt unter der Leitung von Konzertmeister Petris Sakaris konzertant aufgeführt worden, am 1. März 2014 gab es dann die Premiere im Opernhaus der Konzerthalle Harpa.

In diesem Sommer nun erfolgte die Tonaufnahme des Erfolgsstückes, im Winter soll die dreiteilige CD-Ausgabe mit Textbuch auf englisch und isländisch im Handel erscheinen.
Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf 13 Mio. ISK. Zur Finanzierung des Projektes wird in einigen Wochen eine Crowd-funding Aktion auf der Webseite Karolina-Fund gestartet, um fehlende 4 Mio ISK (25.000 Euro) über Spenden zu sammeln.
Mbl.is zufolge werden die gesamten Tonarbeiten im Reykjavíker Studio Sýrland unter der Leitung von Svein Kjartansson vonstatten gehen.
Nach positivem Echo aus dem Ausland darf man damit rechnen, dass „Ragnheiður“ im Herbst 2015 auch auf ausländischen Bühnen zu sehen sein wird.