Am westlichen Rand des Reykjavíkurtjörn (Teich von Reykjavík) liegt der Skulpturengarten Höggmyndagarðurinn Perlufesti – die Perlenkette. Er wurde am Weltfrauentag, dem 19. Juni, eröffnet, um die Pionierinnen der isländischen Bildhauerei zu ehren. Der Garten, der zum Kunstmuseum Reykjavík gehört, verdankt seinen Namen dem Performance-Kollektiv Gjörningaklúbburinn (Isländische Liebesgesellschaft). Der Titel bezieht sich auf die kreisförmige Anordnung der Werke von sechs Frauen, die Vorreiterinnen der Bildhauerei in Island waren: Gunnfríður Jónsdóttir (1889–1968), Nína Sæmundsson (1892–1962), Tove Ólafsson (1909–1992), Þorbjörg Pálsdóttir (1919–2009), Ólöf Pálsdóttir (1920) und Gerður Helgadóttir (1928–1975). Die ausgestellten Skulpturen sind: Die Siedlerfrau von Gunnfríður, Die Meerjungfrau von Nína, Mann und Frau von Tove, Junge und Mädchen von Þorbjörg, Der Sohn von Ólöf und Der Bohrer von Gerður. Darüber hinaus Gunnfríðurs Werk „Auf dem Heimweg“ befindet sich östlich des Teichs – ein Bild, in dem die Frau über die Teichmündung nach Westen in Richtung der Perlenkette blickt. Offiziell nicht Teil davon und doch auf geheimnisvolle Weise damit verbunden.







Fotos & Text: Páll Stefánsson
Reykjavík : 07/01/2026 – GFX 100 II – GF 1.7/55mm

